Der Humangenetiker Volkmar Weiss - Jungle World Nr. 20, 5.5.2004
Betr.: Ihr Beitrag „Der Humangenetiker Volkmar Weiss“ in Jungle World Nr. 20, 5. Mai 2004, S. 12
Sehr geehrter Herr Beier,
Wenn man z.B., um Goethe zu charakterisieren, dafür beliebige Textstellen von Mephisto und Faust aus dem „Faust“ herausreißt und mit Sätzen vermischt, die sich in von Goethe als Weimarer Minister unterzeichneten Schriftstücken finden, dann wird man auf diese Weise so ziemlich alles belegen und behaupten können, auch eine faschistische Grundhaltung schon bei Goethe. Eben dieser Methode, der Vermischung von Wortfetzen aus fiktiven und wissenschaftlichen Texten, bedient sich Ihr Autor Andreas Speit bei seiner Klitterung.
Ob z.B. der Untertitel „Der Humangenetiker Volkmar Weiss will intelligente weiße Menschen züchten“ juristisch als Verleumdung zu werten ist, werde ich prüfen lassen. Wenn eine handelnde Partei (Mephisto, um im Bild zu bleiben) in einer Science fiction, die eher Anti-Utopie als Utopie ist, eine derartige Auffassung vertritt, das dann als Willen des Verfassers der Anti-Utopie auszugeben, ist nichts weiter als böswillig
Auch für marxistische und neomarxistische Arbeiten gibt es eine innere Sachlogik, deren Anforderungen Herr Speit nicht erfüllen kann. Als Wissenschaftler wäre ihm selbst in der DDR kein einziger in diesem Stil geschriebener Text abgenommen worden.
Was meine Grundhaltung anbetrifft, was und wo ich etwas sagen darf, so können Sie das unter http://www.normannia-nibelungen.de/index_suche.htm?/texte/Weiss_070304.html nachlesen. Nebenbei bemerkt hatte ich auf der im Artikel angesprochenen Tagung der „Gesellschaft für freie Publizistik“ vor drei Wochen ein sehr interessantes Gespräch mit Herrn Professor Daschitschew, dem früheren Deutschland-Berater von Gorbatschow, der – Referent wie ich auf dieser Tagung - auch der Ansicht ist, daß man bestimmte Auffassungen und Fakten, die man für wichtig und richtig hält, all denen vortragen soll, die sie hören wollen.
Und was sagt Herr Speit und was sagen Sie denn z.B. zu einem Text wie „Die Vorgeschichte des arischen Ahnenpasses“ siehe http://www.volkmar-weiss.de/publ7-pass.html , den bisher noch jeder gut gefunden hat, der ihn gelesen hat? Der paßt wohl gar nicht in das „antifa“-Denkschema von Herrn Speit? Und wenn Sie den Text selbst jetzt lesen, müßten Sie sich bei mir persönlich entschuldigen.
Da Ihr Text „Aus dem Reich des IQ“ mehrere falsche Behauptungen enthält, verlange ich von Ihnen, entsprechend dem geltenden Presserecht, die unten folgende „Gegendarstellung“ zu drucken.
Sollten Sie auf diesen Brief nicht reagieren bzw. die Gegendarstellung nicht drucken, so werde ich meinen Rechtsanwalt beauftragen, gegen „Jungle World“ vorzugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Volkmar Weiss
Gegendarstellung
zu dem Beitrag „Aus dem Reich des IQ.“, in „Jungle World“, Nr. 20, 5. Mai 2004, S. 12
1. „Jungle World“ schreibt: Weiss fordert, dass ausländische Frauen unabhängig von ihrem IQ, keine staatliche Unterstützung für „weitere Kinder“ erhalten sollen.
Richtig ist: Eine derartige Forderung ist von mir an keiner Stelle erhoben worden. Ich bin in meinen Schriften dafür eingetreten, daß für Ehen, in denen beide Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben und beide aus EU-Nicht-Mitgliedsländern stammen, in der Regel keine deutsche Kindergeldunterstützungen gewährt werden; Ehen, in denen nur ein Partner (gleich, ob Mann oder Frau) deutscher Staatsbürger ist, wie andere deutsche Ehe behandelt werden sollten.
2. „Jungle World“ schreibt: In Deutschland gehe deshalb auch eine immer größere Gefahr von ... den „gebildeten“ Frauen aus.
Richtig ist: Die Bildung der Frauen ist von mir niemals als eine Gefahr bezeichnet worden. Ich habe nur mehrfach darauf hingewiesen, daß über 40% der deutschen Frauen mit Hochschulausbildung für immer kinderlos bleiben und das nicht ohne Folgen für die Gesellschaft bleiben kann.
3. „Jungle Word“ schreibt: Über die „Pisa-Studie und ihre Folgen“ sprach Weiss auch Anfang März im Haus der Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld.
Richtig ist: Das Thema meines Vortrages lautete „Bevölkerungswandel, Bevölkerungspolitik und Zeitgeist“.
Dr. rer. nat. habil. Dr. phil. habil. Volkmar Weiss, Leipzig

0 Comments:
Post a Comment
<< Home